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Internationales

Während viele Länder mit zweistelligen Umsatzrückgängen kämpfen, ist der deutsche Musikmarkt vergleichsweise stabil. Deutschland kann so seinen Anteil am Weltmarkt signifikant steigern und seine Stellung im internationalen Vergleich weiter ausbauen.

Deutschland steigert Weltmarktanteil von 6,6 auf 7,6 Prozent

Abb 25: Umsatzanteile der fünf wichtigsten Tonträgermärkte am Weltmarkt

Die Stabilität des deutschen Musikmarktes zeigt sich im internationalen Vergleich. Von den fünf größten Musikmärkten der Welt ist Deutschland das einzige Land, das seinen Anteil am Weltmarkt signifikant steigern kann. So stieg der Weltmarktanteil Deutschlands 2007 im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt von 6,6 auf 7,6 Prozent. Deutschland liegt damit weiterhin unangefochten auf Platz 4 hinter den USA, Japan und Großbritannien. Die Weltmarktanteile der USA gingen dagegen um 1,5 Prozentpunkte auf 34,7 Prozent, Japans um 0,2 Prozentpunkte auf 16,4 Prozent und Großbritanniens um 0,3 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent zurück. Allein Frankreich verbucht noch ein minimales Plus von 0,1 Prozentpunkten auf 5,4 Prozent (Abb. 25). Wegen zeitlicher Verzögerung bei der Erhebung der internationalen Daten lagen zum Zeitpunkt der Drucklegung noch keine aktuelleren Daten vor. Allerdings dürfte sich diese Entwicklung 2008 weiter fortgesetzt haben, da die meisten Länder auch für 2008 erneut zweistellige Umsatzrückgänge vermeldet haben.

Abb 26: Umsätze der europäischen

Starke Stellung in Europa

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Betrachtung des europäischen Marktes wider. Hier konnte Deutschland seinen zweiten Platz im europäischen Vergleich weiter festigen.

Betrug der Abstand zum Spitzenreiter Großbritannien 2006 noch über 800 Millionen Euro, waren es 2007 nur noch rund 400 Millionen. Während der deutsche Markt 2007 mit einem leichten Minus von 3,7 Prozent vergleichsweise stabil war, gingen die Umsätze in England, Frankreich und Italien jeweils um rund 19 Prozent zurück. Etwas glimpflicher kamen die Niederlande mit minus 8,4 Prozent davon. Den größten Rückgang verbuchte Spanien mit einem Minus von über 25 Prozent. Keines der 17 erfassten Länder weist ein Umsatzplus aus. Insgesamt war der Musikumsatz 2007 um 13,5 Prozent rückläufig (Abb. 26).

Abb 27: Weltweiter Umsatz mit Tonträgern
Abb 28: Weltweiter Absatz von Alben und Singles
Abb 29: Absatzentwicklung (physisch) der fünf wichtigsten Tonträgermärkte

USA weltweit grösster Markt

Weltweit wurden 2007 Musikprodukte im Wert von 29,9 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht einem Rückgang um 5,9 Prozent. Fast drei Viertel des weltweiten Umsatzes entfallen auf die fünf größten Länder. Mit Abstand umsatzstärkster Markt mit einem Weltmarktanteil von 34,7 Prozent bleiben die USA (Abb. 29).

Steigender Absatz von Musikprodukten

Insgesamt lag 2007 die Zahl der weltweit verkauften Musikprodukte mit 2,95 Milliarden leicht über dem Vorjahr. Während die Zahl der verkauften Longplays (CDs, Videos, LPs und MCs) mit 1,75 Milliarden nach fast zwei Milliarden im Vorjahr weiter zurückgegangen ist, stieg die Zahl der verkauften Singles von 931 Millionen in 2006 auf 1,2 Milliarden in 2007 signifikant. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die rasant steigende Zahl von Musikdownloads zurückzuführen. Aufgrund der geringeren Stückpreise kann der Downloadmarkt die Rückgänge im physischen Geschäft aber noch nicht kompensieren.