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MusiknutzungKaum eine Person unter 30 interessiert sich nicht für Musik. MP3-Player sind bald in der Hälfte aller Haushalte vorhanden, werden aber noch immer am häufigsten von Jugendlichen benutzt. Trotz der Omnipräsenz des Radios beeinflussen Konsumenten immer mehr selbst, was konkret gehört wird. Männer zwischen 30 und 39 Jahren legen dabei besonderen Wert auf eine höhere Klangqualität. Omnipräsent: Radios in fast jedem HaushaltDas Radio ist mit einer Reichweite von 97 Prozent fester Bestandteil nahezu jedes deutschen Haushalts und das am weitesten verbreitete Gerät zum Musikhören (Abb. 14). An zweiter Stelle rangieren mit einer Verbreitung von 75,5 Prozent CD-Player, die übrigens in nahezu allen Altersgruppen ähnlich weit verbreitet sind. Lediglich in der Gruppe 50+, nicht wie oft vermutet bei den Jungen, fällt der Ausstattungsgrad mit CD-Playern etwas ab. Surroundanlagen bei 30- bis 39-Jährigen beliebtSurroundanlagen sind nur in 18,3 Prozent der deutschen Haushalte zu finden. Eine Ausnahme bildet hier die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen, in der bereits rund 30 Prozent der Konsumenten über 5.1-Lautsprecher-Systeme verfügen. Genutzt wird diese Anlage bislang allerdings überwiegend, um zu Hause eine Kinoatmosphäre zu schaffen und Filme mit Surroundsound genießen zu können. Quality matters: Männer legen am meisten Wert auf KlangqualitätDie überdurchschnittlich häufige Nutzung von MP3- Playern bei Jugendlichen und von Surroundanlagen bei den 30- bis 39-Jährigen deutet auf unterschiedliche Nutzerverhalten hin: Während bei den Jugendlichen der vom physischen Besitz losgelöste Genuss von Musik auf dem MP3-Player immer wichtiger wird, sind es vor allem Männer in mittleren Jahren, die bei der Wiedergabe von Musik Wert auf eine möglichst hohe Klangqualität legen. 27 Prozent der 30- bis 39-Jährigen nutzen zu Hause 5.1-Lautsprecher-Systeme (Abb. 15). Musik ist ständiger Begleiter in fast allen AltersgruppenMusik ist fester Bestandteil im Leben der meisten Deutschen (Abb. 16). 85 Prozent geben auf Nachfrage an, dass sie gerne oder sogar besonders gerne Musik hören. Bei den 14- bis 19-Jährigen steigt dieser Wert sogar auf 97 Prozent, und auch bei den 20- bis 29-Jährigen sind 94 Prozent erklärte Musikfans. Es gibt damit in Deutschland kaum Personen unter 30, die sich nicht für Musik interessieren. Nicht immer nur ein vorgefertigtes ProgrammTrotz der flächendeckenden Ausstattung mit Radios wird bei den Konsumenten der Wunsch immer stärker, den täglichen Musikkonsum selbst zu bestimmen. Laut der Media Analyse, der halbjährlich publizierten Leitstudie zum Radiomarkt, hat die Zeit, in der Personen auf Tonträgern oder MP3-Playern selbst ausgewählte Musik hören, in den letzten sieben Jahren um 46 Prozent zugenommen und liegt damit statt der 24 Minuten pro Tag im Jahr 2003 inzwischen bei 33 Minuten pro Tag. Die nur im 5-Jahres-Rhythmus durchgeführte Langzeitstudie Massenkommunikation von ARD und ZDF kommt seit 1995 mit einem Anstieg von 14 auf 35 Minuten sogar auf eine Veränderungsrate von über 150 Prozent. |
![]() Britta Lüerßen ![]() Zum Artikel |