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Jeder dritte Euro beim Musikverkauf wird bereits heute im Internet verdient. Das Internet wird für die Musikindustrie als Vertriebskanal immer wichtiger. Den größten Umsatzanteil bei dendigitalen Vertriebswegen haben die Internet-Versandhändler wie Amazon, buch.de oder jpc.de. Ihr Anteil steigt von 19 Prozent in 2008 auf 21 Prozent in 2009. Auch die Download- Anbieter können von sechs auf acht um zwei Prozentpunkte zulegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die stark gestiegenen Verkäufe von Alben/Bundles zurückzuführen. Entgegen den Erwartungen vieler Experten hat der Anfang 2009 verkündete Wegfall von DRM (Kopierschutz) dem Markt keine wesentlichen Impulse gegeben. Die Mobile-Händler verlieren weiter an Bedeutung durch den rückläufigen Klingeltonmarkt. Elektrofachmärkte Platzhirsche im stationären HandelDie Elektrofachmärkte verlieren zwar ein Prozent Umsatzanteil, bleiben aber mit 29 Prozent vom Gesamtumsatz der Musikverkäufe die Platzhirsche im stationären Handel. Dort büßen auch die Kauf- und Warenhäuser ein Prozent Umsatzanteil auf jetzt fünf Prozent ein, was sicher auch den Turbulenzen des Karstadt-Konzerns geschuldet ist. Sie liegen damit auf gleichem Niveau wie der Buchhandel. Auch der Lebensmitteleinzelhandel verliert leicht von acht auf sieben Prozent und fällt damit erstmals hinter die Download-Händler zurück. Nachdem die klassischen Plattenläden den Jahren 2006 bis 2008 ihre Umsatzanteile halten konnten, verlieren sie 2009 ein Prozent und machen jetzt noch drei Prozent des Umsatzvolumens aus. Viele kleinere, spezialisierte Händler fließen aber nicht in die Statistik ein, weil sie ihre Umsätze wegen fehlender Scannerkassen nicht melden. Beim Versandhandel (6 %), Sonstigen (5 %) und dem Clubmarkt (2 %) gibt es keine Veränderungen zum Vorjahr.
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Britta Lüerßen |