|
|
Mit allein drei Titeln in den Single- und Airplay-Charts ist Silbermond die erfolgreichste deutsche Gruppe im abgelaufenen Jahr. In der Gesamtbetrachtung sind aber internationale Produktionen die Gewinner des Chartjahres. Lady Gaga, P!nk und Peter Fox sind erfolgreichste Künstler(innen) des Jahres. Das Gesamtangebot von Tonträgern wächst weiter. Top 100: Jede dritte Produktion kommt aus DeutschlandZwei deutsche Produktionen auf dem Siegertreppchen: Peter Fox ist mit seinem Debüt-Album „Stadtaffe“ erfolgreichster Interpret des Jahres 2009. Er belegt Platz eins der Longplay-Jahrescharts vor Michael Jackson mit seinemBest-of-Album „King of Pop“ (Platz 2) und Silbermond mit „Nichts passiert“ (Platz 3). Michael Jackson mit sieben Produktionen in den Top 100 Alben-chartsInsgesamt konnten sich in diesem Jahr 30 bzw. 40 deutsche Interpreten in den Single- bzw. Album-Jahrescharts behaupten. Das Duo Ich+Ich weist mit seinen beiden Alben „Vom selben Stern“ (Platz 29) und „Gute Reise“ (Platz 35) unter den Top 50 die erfolgreichsten nationalen Platzierungen auf. P!nk dominiert die Airplay-Charts. Im letzten Jahr wurden allein fünf Songs der amerikanischen Künstlerin im Radio gespielt. P!nk und Lady Gaga sind exemplarisch für die Airplayhoheit der internationalen Künstler: 82 der 100 Titel der Top 100 Airplay- Charts kommen nicht aus Deutschland. Erfolgreichste deutsche Band im Jahr 2009 war Silbermond mit ihrem Song „Irgendwas bleibt“ (Platz 5) sowie zwei weiteren Platzierungen mit „Ich bereue nichts“ (Platz 45) und „Krieger des Lichts“ (Platz 63). Bei den internationalen Künstlern belegt Katy Perry mit ihrem Titel „Hot N Cold“ Platz eins, gefolgt von Lady Gaga mit „Poker Face“ und Milow mit „Ayo Technology“ auf Platz drei. Auch die Top 100 Single-Charts werden erstmals seit Jahren wieder klar von internationalen Künstlern beherrscht (Abb. 27). Kamen im Jahr 2003 noch über die Hälfte aller Veröffentlichungen (54,7 %) aus Deutschland, waren es 2009 nur noch 40,5 Prozent. Klassik macht das RennenDas Gesamtangebot von Pop- und Klassiktonträgern wächst unaufhaltsam. Im abgelaufenen Jahr waren aber vor allem die Klassikproduktionen Treiber des Anstieges. (Abb. 28). So legte das Angebot von Klassiktiteln in 2009 deutlich um 14,9 Prozent zu (2008: 56.306 Tonträger, 2009: 64.687 Tonträger). Wieder aufgenommen in der Statistik des Bundesverbandes Musikindustrie sind die Neuerscheinungen seit 2002. Hingegen purzeln die Neuveröffentlichungen bei Pop um minus 8,5 Prozent (2008: 36.949 Stück) auf insgesamt 33.811 Neuerscheinungen (Abb. 28). |
Britta Lüerßen |