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Wem Musik gehört

Hinter einer Musikaufnahme bzw. dem letztlich verkauften Album oder Song steht ein komplexes Geflecht an kreativ und wirtschaftlich Beteiligten. Erst das Zusammenspiel von Songschreibern, Künstlern, Produzenten und Labels ermöglicht den Konsumenten den Zugang zu einer riesigen Vielfalt alter und neuer Musik unterschiedlicher Genres.

In der Regel schafft ein Komponist das musikalische Werk, ein Autor schreibt den Text, Künstler interpretieren das Musikstück und die Labels übernehmen die organisatorische und wirtschaftliche Verantwortung für Produktion, Marketing und Promotion sowie den Vertreib. Entsprechend gewährt das Urheberrechtsgesetz (UrhG) den Beteiligten auch Rechte an ihren Werken und Leistungen.

Da es sich bei Musik wie bei Büchern, Filmen, Fotos, Software, Kunst oder Design um geistiges Eigentum handelt, verbleiben die Rechte an diesen Produkten bei denjenigen, die ihre Entstehung möglich gemacht haben.

Wenn wir eine CD, ein Buch, eine DVD oder ein Software kaufen, dann erwerben wir das Recht zu seiner privaten Nutzung, aber der Inhalt gehört uns nicht. Der Respekt vor geistigem Eigentum, ist vor allem der Respekt vor denjenigen, die es erschaffen und nutzbar gemacht haben.

Urheber- und Leistungsschutzrechte

Auf der einen Seite der Rechteinhaber stehen die Musikurheber (Komponisten und Textdichter), deren Rechte in der Regel von der GEMA (www.gema.de) zu festen, veröffentlichten Tarifen erworben werden können. Darüber hinaus gibt es die so genannten Leistungsschutzberechtigten, nämlich die ausübenden Künstler und die Tonträgerhersteller. Die ausübenden Künstler sind zumeist vertraglich mit den Tonträgerherstellern verbunden. Dies hat zur Folge, dass die Tonträgerhersteller im Rahmen von individuellen Lizenzvereinbarungen Dritten nicht nur ihre eigenen Rechte (§ 85 UrhG) sondern auch die der ausübenden Künstler (§ 77 UrhG) einräumen können.

Um z. B. eine CD vervielfältigen und verbreiten zu dürfen, Musik öffentlich aufzuführen (z. B. Konzerte) oder zugänglich zu machen (z. B. Radio, Internet-Radio, Clubs, Restaurants, Veranstaltungen) oder Musik anderweitig einzusetzen (z. B. Film, Werbung) ist es also zum einen erforderlich, sich an die GEMA zu wenden und an sie die den Tarifen entsprechenden Lizenzgebühren zu entrichten. Zum anderen müssen die Rechte der übrigen Rechteinhaber im Rahmen von individuellen Vertragsverhandlungen bei dem Tonträgerhersteller eingeholt werden, dessen CD als Vorlage für die Kopie benutzt werden soll.
Der Bundesverband Musikindustrie e. V. ist – anders als die GEMA als Verwertungsgesellschaft – selbst nicht Inhaber von Rechten. Lizenzen können also nicht beim Verband erworben werden, sondern nur bei seinen Mitgliedern.

Wer ohne die ausdrückliche Zustimmung nur eines dieser Rechteinhaber CDs kopiert, handelt rechtswidrig und macht sich sogar strafbar (vgl. §§ 106, 108 Abs. 1 Nr. 4 und 5 UrhG).

Mehr Informationen zum Thema Urheber- und Leistungsschutzrechte finden Sie unter:

www.gema.de

www.gvl.de

René Houareau
Leiter Recht / General Counsel
 
Telefon: 
030 59 00 38-15

houareau(at)musikindustrie.de