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#BTW17: Nur noch 4 Tage!

Wir stehen wenige Tage vor der Bundestagswahl – alle vier Jahre eine extrem spannende Zeit, in diesem Jahr allerdings noch etwas spannender als sonst, denn selten war das Rennen um Platz drei stimmungsmäßig vorab so eng und damit die Zusammensetzung der möglichen Regierung so schwer abzusehen.

Insofern ist es gut, dass wir heute mit einem zentralen Branchenthema die politische Eröffnung des Reeperbahn Festivals besetzen: Die Future Frames for Content gehen vertieft und aus den verschiedenen kreativwirtschaftlichen Perspektiven auf die Schieflage im digitalen Raum ein, die da heißt "Value Gap" und die in die Forderung nach einem Level Playing Field am Markt mündet, damit die Content-Branchen gegenüber den Online- Plattformen nicht weiter übervorteilt werden. Der Hamburger Regierungschef Olaf Scholz hält die Keynote. Er nimmt die Anliegen der Musikbranche als Treiber digitaler Innovationen schon lange ernst und begleitet sie im Diskurs, so auch gestern Nachmittag beim Musikdialog im Hamburger Rathaus. Auf dem Podium im Anschluss treffen dann heute Prof. Dieter Gorny, Alexander Skipis und Maria Köpf, also Musik, Buch und Film, mit Andreas Briese von YouTube zusammen, um zu diskutieren, wie ein für alle auskömmliches Wirtschaften im Internet aussehen sollte. Den „Value Gap“ als Thema haben wir gemeinsam mit unserem Dachverband IFPI und vielen anderen Partnern der Kultur- und Kreativwirtschaft bekanntlich auch auf europäischer Ebene platziert. Wir erwarten hier wirkungsvolle Unterstützung der neuen Bundesregierung bei der Schließung dieses Gaps. Aktuell ist unsere Sorge, dass die ersten sehr vielversprechenden Ansätze mit Blick auf die Copyright Reform verwässert werden, weil noch viele unterschiedliche Auffassungen bestehen. Hier gilt es insofern weiterhin und erneut, Überzeugungsarbeit zu leisten.

Auch im Rahmen der Diskussionsreihe „Kunst & Demokratie“ von Institut français Deutschland (IFA) und dem Deutsch-Französischen Kulturrat (DFKR), wo es kurz vor der Entscheidung zur „Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ unter anderem darum geht, wozu die aktuellen Vorschläge der Kommission bzw. der Ausschüsse im Europäischen Parlament führen. Dieses Thema ist mir persönlich besonders wichtig, da vom deutsch-französischen Motor nach der Bundestagswahl wichtige Impulse auf EU-Ebene ausgehen müssen.

Die Branche erwartet zu Recht, dass man sich nach den Wahlen über alle zuständigen Ressorts hinweg für nachhaltige Rahmenbedingungen einsetzt und das politisch auch nachhält.

Last not least: Wir haben vor drei Tagen gemeldet, dass Dieter Gorny, unser langjähriger Vorstandsvorsitzender, nicht mehr für dieses Amt kandidieren wird. Wir haben uns lange Zeit Seite an Seite für die Themen der Branche engagiert und ich möchte ihm auch an dieser Stelle ein sehr großes „Danke!“ sagen – ganz persönlich natürlich, aber auch im Namen des Verbandes wie der gesamten Branche. Durch seine leidenschaftliche politische Energie, seine tiefe Branchenkenntnis und seine Fähigkeit, immer wieder auch über den Tellerrand zu schauen und die größeren Zusammenhänge herzustellen, haben wir gemeinsam viel für die Branche bewegen können und ich habe viel gelernt. Danke, lieber Dieter – ich hoffe sehr, dass wir auch in Zukunft viele Berührungspunkte miteinander haben!

Mit den besten Grüßen aus Berlin
Florian Drücke

 

 

P.S.: Wählen gehen, keine Ausrede! #mitmir90prozent

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