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Raubkopien: Vorteil für wenige – Schaden für alle

Raubkopien gibt es bereits seit Erfindung der ersten Tonträger. Raubkopien sind nicht autorisierte Vervielfältigungen von Musikaufnahmen, sei es durch die unbefugte Vervielfältigung und Verbreitung von Tonaufnahmen oder durch die Aufnahme von Konzerten ohne Erlaubnis der Urheber, des Künstlers oder des Labels. In allen diesen Fällen verdient der Raubkopierer sein Geld mit der Auswertung fremder, kreativer Leistungen, ohne dass Komponisten, Textdichter, Künstler oder Musiklabels dafür eine Vergütung erhalten. Die Gesetzeslage dazu ist eindeutig: Wer ohne die ausdrückliche Zustimmung nur eines dieser Rechteinhaber CDs kopiert, handelt rechtswidrig und macht sich sogar strafbar (vgl. §§ 106, 108 Abs. 1 Nr. 4 und 5 UrhG).

Mit der Digitalisierung, der einfachen und preiswerten Verfügbarkeit von Hochleistungs-CD/-DVD-Brennern und der Globalisierung hat das Problem dramatisch an Bedeutung zugenommen. Schätzungen zufolge ist weltweit jede dritte verkaufte CD eine Raubkopie. Vor allem in China, Russland und Osteuropa sind die Schäden immens. Aber auch in Deutschland verursachen Raubkopien, die über das Internet (Auktionen), auf Flohmärkten oder auf osteuropäischen Grenzmärkten verkauft werden, Schäden in dreistelliger Millionenhöhe.

Wer Raubkopien kauft, verschafft sich Vorteile auf Kosten anderer. Komponisten, Textdichter, Künstler und die Mitarbeiter bei Labels oder im Handel erhalten keinen Lohn für ihre Arbeit. Der Schaden von Raubkopien, illegalen Privatkopien und Internet-Piraterie in Deutschland wird auf rund eine Milliarde Euro jährlich geschätzt. Das betrifft nicht nur die Musikindustrie. Auch dem Staat und dem Steuerzahler entgehen Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe durch nicht entrichtete Mehrwertsteuern und Arbeitslosigkeit in der Musikbranche.

René Houareau
Leiter Recht / General Counsel
 
Telefon: 
030 59 00 38-15

houareau(at)musikindustrie.de