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Internetpiraterie

Internetpiraterie verursacht bei Songschreibern, Künstlern, der Musikindustrie und dem Steuerzahler einen jährlichen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2007 mit 312 Millionen Songs, 10mal mehr Lieder, illegal aus dem Internet heruntergeladen als legal über Downloadshops verkauft. Unter Internetpiraterie  versteht man das Anbieten und Herunterladen von Musikaufnahmen über das Internet ohne Einwilligung der Rechteinhaber.  

Neben den Tauschbörsen (z.B. eDonkey, eMule, BearShare, BitTorrent) gibt es mittlerweile eine Vielzahl von verschiedenen Formen der Internetpiraterie. So werden z.B. in Foren und Blogs Musikdateien „gepostet“ und mehr oder weniger professionell strukturierte „Release-Groups“ versorgen sich mit – oft noch nicht veröffentlichten – Songs und Alben. Eine stark zunehmende Form der Internetpiraterie läuft über so genannte Sharehoster wie z.B. rapidshare.de. Hier werden zunächst Musikdateien auf eine virtuelle Festplatte im Netz abgelegt und anschließend wird das dazugehörige Download-Link über Blogs und Foren verbreitet. 

Seit Anfang 2004 geht die Musikindustrie rechtlich gegen Internetpiraterie  vor. Sowohl gegen Privatnutzer, die illegal Musik in Tauschbörsen anbieten, wie auch gegen die Betreiber von Tauschbörsen (Server/Hosts). Das Konzept der Aufklärung, Abschreckung, Abmahnung zeigt Erfolge: So ist die Zahl illegaler Downloads von über 600 Millionen im Jahr 2003 auf 312 Millionen im Jahr 2007 zurückgegangen. Über Schulen und Medien leistet die Musikindustrie Aufklärungsarbeit zum Schutz geistigen Eigentums. In einem nächsten Schritt sollen die Internet-Service-Provider über das Filtern und Blockieren illegaler Inhalte stärker in die Verantwortung genommen werden.

 

René Houareau
Leiter Recht / General Counsel
 
Telefon: 
030 59 00 38-15

houareau(at)musikindustrie.de