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Musik im digitalen Wandel: Eine Bilanz aus 10 Jahren Brennerstudie

Zum Anlass der zehnten Ausgabe der Brennerstudie, die 2011 veröffentlicht und mit Ausweitung auf die Film- und Buchbranche in „Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN)“ umbenannt wurde, hat der Bundesverband Musikindustrie e. V. ein Kompendium mit den zentralen Erkenntnissen aus zehn Jahren zusammengestellt.

Der Rückblick veranschaulicht das Ausmaß, in dem Musik im vergangenen Jahrzehnt gebrannt, gespeichert oder illegal herunter geladen wurde. Im Rahmen der Zehn-Jahres-Bilanz wurde erstmals die Gesamtzahl aller illegalen Musik-Downloads in Deutschland auf Track-Basis beziffert, indem die illegal heruntergeladenen Alben zu Einzeltracks umgerechnet wurden.

Dabei zeigte sich, dass in diesem Zeitraum insgesamt knapp sieben Milliarden Songs illegal heruntergeladen wurden, 2010 wurde mit 900 Millionen Titeln im Laufe eines Jahres der bislang höchste Wert gemessen. [mehr]


Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie)

Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) veröffentlicht seit zehn Jahren in Zusammenarbeit mit der GfK jährlich aktuelle Zahlen zum Kauf-, Download- und Kopierverhalten der deutschen Bevölkerung. 2011 wurde die Untersuchung erstmals auf ein breiteres Fundament gestellt und bezieht neben der Musikindustrie auch die Branchen Buch und Film/TV mit ein. Somit ist erstmalig die Darstellung der digitalen Nutzung von verschiedenen relevanten Medieninhalten (Musik, Hörbücher/-spiele, E-Books, Filme, TV-Serien) in einer Studie möglich. Die zuvor als "Brennerstudie" bekannte Analyse wurde im Rahmen dieser Umgestaltung in Studie zur Digitalen Content-Nutzung (DCN-Studie) umbenannt.
  

Zielsetzung der DCN-Studie:

• Analyse des Nutzungsverhaltens beim Downloaden und Streamen von Medieninhalten aus dem Internet
• Analyse des Nutzungsverhaltens beim Speichern von Medieninhalten
• Analyse des Nutzungsverhaltens beim Kopieren/Aufnehmen von Medieninhalten
• Konsumenteneinstellungen zu Urheberrechtsverletzungen
• Ermittlung der aktuellen Hardware-Bestände von CD-Brennern, DVD-Brennern, MP3-Playern und Handys mit MP3-Player

Zentrale Ergebnisse der DCN-Studie:

• Die Studie zeigt erstmals in der Gesamtbetrachtung, dass die illegale Verbreitung (insbesondere Downloads und anschließendes Brennen, Weitergabe per Festplatte) nicht nur Musik, sondern auch Film/TV und Buch betrifft, dies erfordert ein gemeinsames Vorgehen
• Mehr als 20% der Deutschen haben im letzten Jahr Medieninhalte heruntergeladen– davon ein Viertel illegal; damit gibt es 3,7 Mio. Menschen, welche Medieninhalte in großen Mengen von illegalen Quellen herunterladen
• Von denjenigen, die selbst Medieninhalte illegal herunterladen, glauben 81%, dass die Versendung von Warnhinweisen dazu führen würde, dass die Menschen das illegale Filesharing einstellen
• Sharehoster sind in Deutschland die Hauptquelle für die illegale Beschaffung von Medieninhalten, bei Filmen und TV-Serien gleichauf mit illegalen Streaming-Portalen wie kino.to
• Neben dem etablierten Brennen werden vermehrt komplette Medienbibliotheken getauscht - 17% der Bevölkerung haben Medieninhalte per Festplatte getauscht – mehr als ein Drittel sind es bei den 20 bis 29-Jährigen
• 15% der Bevölkerung (9,3 Mio. Personen) speichern Musik aus Internetradios oder Musikvideos ab, das sind fast 50% mehr als im Vorjahr
• 73% der Musikdownloader, die ausschließlich illegale Quellen benutzen, geben gar kein Geld für Musik aus, die übrigen 27% dieser Gruppe, die Musik noch kaufen, zahlen dann im Schnitt nur 18€ im Jahr für physische Produkte

Pressemitteilung zur DCN-Studie 2011

Pressemitteilung zur DCN-Studie 2011: Musik-Fokus

Factsheet zur DCN-Studie 2011: Musik-Fokus

Vollversion der DCN-Studie 2011

Die fast 100 Charts umfassende Vollversion der Studie mit zahlreichen Detailinformationen kann für 99,-- Euro (inkl. MwSt.) beim BVMI erworben werden.
 
Sie beinhaltet zusätzliche Informationen zu folgenden Themen:

• Konsumentenstrukturen (Alter und Geschlecht)
• Nutzerüberschneidungen legal/illegal, sowie kostenpflichtig/kostenlos
• Generelle Nutzung verschiedener Online-Musikangebote
• Anteile der Medien auf bespielten CD/DVD-Rohlingen
• Genutzte Aufnahmesoftware für Musik aus Videos
• Aussagen zu Urheberrechtsverletzungen in unterschiedlichen Zielgruppen (Mediendownloader – legal/illegal)
• Kenntnis von Personen, die wegen Urheberrechtsverletzungen belangt wurden
• Weitere Detailcharts zu den Branchen Musik, Buch und Film

Der Erwerb der DCN-Studie 2011 ermächtigt den Erwerber lediglich, die darin enthaltenen Daten zur internen Verwendung zu nutzen. Jede Weitergabe an Dritte, jede Bearbeitung und Publikation der DCN-Studie 2011 und/oder von Teilen der DCN-Studie 2011 bedarf der separaten vorherigen schriftlichen Freigabe vom  Bundesverband Musikindustrie e. V. Der Bundesverband Musikindustrie e. V. behält sich den Vertragsabschluss über den Erwerb der DCN-Studie 2011 mit dem Käufer vor.

Bestellungen bitte per E-Mail an heinz(at)musikindustrie.de.


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