Coronavirus: Übersicht über Informationen und Hilfsprogramme für Unternehmen der Musikbranche

Auf dieser Seite stellen wir relevante Informationen für Unternehmen der Musikbranche zusammen, die wir direkt auf die jeweiligen Angebote verlinken, da alle Informationen dort fortlaufend aktualisiert werden.

Die Corona-Krise stellt die Kreativbranche insgesamt vor enorme Herausforderungen. In dieser schwierigen Situation ist es uns ein zentrales Anliegen, unseren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite zur stehen und sie zu unterstützten. Im Rahmen der Corona-Nothilfe hat die GVL Vorauszahlungen für Tonträgerhersteller in Höhe von 46 Millionen Euro bereitgestellt. Der BVMI prüft derzeit weitere Maßnahmen, um seine Mitglieder in der aktuellen Situation zu unterstützen.

Aufgrund der Veranstaltungsverbote fallen derzeit flächendeckend Konzerte, Konferenzen, Festivals und andere Veranstaltungen aus. Die aktuellen Entwicklungen haben aber auch darüber hinaus erhebliche negative Konsequenzen für die gesamte Musikwirtschaft.

Wir haben uns gemeinsam mit den anderen zentralen Verbänden der Musikwirtschaft mit einer „Schadensmeldung“ an die Bundesregierung gewandt, um die konkreten Auswirkungen der Situation auf die Branche deutlich zu machen, die MusikWoche berichtete.

Inzwischen gibt es auf bundes- wie jeweils auf landespolitischer Ebene eine ganze Reihe begrüßenswerter Hilfsprogramme mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Im Folgenden haben wir die aus unserer Sicht wichtigsten, unter anderem aus den Zusammenstellungen der Bundesregierung, der Ministerien sowie von Verbänden wie dem VUT, einmal für Sie aggregiert.

  • 1. Allgemeine Informationen zu Hilfsprogrammen und Ansprechpartnern

    Bund und Länder haben zahlreiche Maßnahmen beschlossen, mit denen Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Unternehmen können kurzfristig die staatlichen KfW-Bank (https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html)-Liquiditätshilfen über ihre Hausbanken beantragen. Konkret wurden die Zugangsbedingungen und Konditionen bestehender Kreditprogramme verbessert. Ein Rettungsschirm speziell für die Kreativ- und Medienbranchen (https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438) wurde zusätzlich beschlossen. Zuschüsse für Selbstständige und kleine Unternehmen, Existenzsicherungen sowie viele weitere Maßnahmen bieten schnelle und unbürokratische Hilfe. Die Bundesländer (siehe unten) haben ebenfalls bereits zusätzlich eigene Maßnahmenpakte verabschiedet.


    Die wichtigsten Hinweise zu staatlichen Hilfsmaßnahmen finden Sie hier:


    Soforthilfen der Verwertungsgesellschaften und Stiftungen


    "Kreative Deutschland" startet die Kampagne #dontstopcreativity. Diese möchte die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona auf die Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar machen und konkrete Unterstützungsbedarfe artikulieren. Die Kampagne kann durch Teilen auf den Social Media Kanäle unterstützt werden: Instagram, Youtube, Facebook und Twitter.

    Weitere Informationen

    Informationen des Robert-Koch-Instituts finden Sie unter diesem Link.

    Wie Sie wissen, unterstützt der BVMI außerdem aktuell die Kampagne des Bundesgesundheitsministeriums #WirBleibenZuhause.

  • 2. Bundesweite Hilfsmaßnahmen

    Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat zwei Hotlines für Unternehmen geschaltet:

    1. Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus: 030 346465100 (Mo. – Do. 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 12 Uhr)

    2. Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus: 030 18615 1515 (Mo. – Fr. 9 bis 17 Uhr)


    Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige

    Die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Finanzen haben unbürokratische Soforthilfen zugunsten von Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern bekannt gegeben, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen.

    Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten.

    • Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
    • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)

    Informationen dazu auf der Seite des Finanzministeriums

    Weitere Informationen

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat diese von der Bundesregierung beschlossenen Hilfspakete zur Bewältigung der Corona-Pandemie als "Rettungsschirm für den Kultur-, Kreativ- und Medienbereich" bewertet. Zum Hintergrund: Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das 156 Milliarden Euro bereitstellt. Teil davon ist eine Soforthilfe in Höhe von fünfzig Milliarden Euro für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige. Künstler und Kreative sind hier als Kleinunternehmer mit umfasst. „Der Rettungsschirm“ gilt somit für alle Branchen und nicht nur für den Kreativsektor.

    Weitere Informationen


    Stundung der Beitragszahlungen für Sozialversicherungen

    Am 25. März 2020 gab der GKV Spitzenverband, die Vertretung der gesetzlichen Krankenkassen, bekannt, dass unter bestimmten Bedingungen die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden können. Damit sollen Unternehmen und Selbstständige, die nachvollziehbar aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, ihre Sozialversicherungsbeiträge vorübergehend später zahlen können. Dies ist vorerst auf die Monate März und April begrenzt (hierzu hatten wir Sie Ende vergangener Woche informiert).

    Weitere Informationen


    Kurzarbeitergeld

    Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Per Rechtsverordnung wird der Zugang zum Kurzarbeitergeld bereits ab 1. März 2020 erleichtert. Das hat am Montag, 16. März, das Bundesarbeitsministerium in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit beschlossen.

    Weitere Informationen


    Steuerliche Maßnahmen

    Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird auf Verordnung des Bundesministeriums der Finanzen die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.

    Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt oder Steuerberater über die Möglichkeit von Steuerstundungen.

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html


    Fragen zum Arbeitsrecht
    Hinweise des Bundes der Arbeitgeber (BDA)


    Liquiditätshilfen

    Ab sofort steht das KfW-Sonderprogramm 2020 zu Verfügung. Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl mittelständischen Unternehmen wie auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen werden nochmals verbessert. Das KfW Sonderprogramm 2020 wird über die Programme KfW-Unternehmerkredit, ERP-Gründerkredit/Universell sowie dem KfW-Sonderprogramm 2020/ Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung umgesetzt, deren Förderbedingungen modifiziert und erweitert wurden. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an ihre Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten.

    Weitere Informationen


    Landesbanken


    Bayern LfA Förderbank Bayern

    Akutkredit

    Universalkredit


    Baden-Württemberg L-Bank

    Liquiditätskredit

    Gründungsfinanzierung


    Berlin Investitionsbank Berlin (IBB)

    Liquiditätshilfen BERLIN

    Corona-Zuschüsse – Landes- und Bundesmittel

    Die Antragstellung ist seit dem 27. März 2020 um 12 Uhr möglich.

    https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-liquiditaets-engpaesse.html

    Berlin Start


    Brandenburg Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

    Brandenburg-Kredit für den Mittelstand

    Brandenburg-Kredit Gründung


    Bremen Bremer Aufbau-Bank
    Bremer Unternehmerkredit


    Hamburg Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)
    Hamburg-Kredit Wachstum

    Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge


    Hessen Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank)
    Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen – Gründung

    Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen – Wachstum


    Mecklenburg-Vorpommern
    Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH
    BMV-Darlehen


    Niedersachsen
    Niedersachsen-Gründerkredit


    Nordrhein-Westfalen
    NRW.Bank
    NRW.BANK.Mittelstandskredit

    NRW.BANK.Universalkredit

    NRW.BANK.Gründungskredit


    Rheinland-Pfalz
    Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)

    Betriebsmittelkredit RLP

    ERP-Gründerkredit RLP


    Saarland
    Saarländische Investitionskreditbank AG

    Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GUW)


    Sachsen-Anhalt
    Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)

    IB-Mittelstandsdarlehen

    IB-Gründungsdarlehen


    Sachsen
    Sächsische Aufbaubank
    Gründungs- und Wachstumsfinanzierung sowie Liquiditätshilfemaßnahmen (GuW)


    Schleswig-Holstein
    Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

    IB.SH Betriebsmitteldarlehen

    IB.SH Mittelstandskredit


    Thüringen
    Thüringer Aufbaubank
    GuW Thüringen – Gründungs- und Wachstumsfinanzierung
    Thüringer Konsolidierungsfonds für kleine und mittlere Unternehmen


    Bürgschaftsbanken

    Alle Bürgschaftsbanken im Überblick finden Sie hier.


    Informationen zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen

    Antworten zu arbeitsrechtlichen Fragen werden in den FAQ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beantwortet unter diesem Link.


    GVL

    Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) bietet Inhabern eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene, die durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben, eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro. Betroffene wenden sich zur Beantragung und Glaubhaftmachung bitte direkt an die GVL.

    Weitere Informationen

    Die GVL plant darüber hinaus ihre berechtigten Tonträgerhersteller mit einer Abschlagszahlung auf die für September 2020 geplante Erstverteilung für das Nutzungsjahr 2019 zu unterstützen. Der Abschlag orientiert sich an der Höhe der für das Nutzungsjahr 2018 zugewiesenen Vergütungen. Über diese Vorauszahlung hinausgehende Verteilerlöse werden dann bei der regulären Erstverteilung 2019 im September ausgezahlt (bzw. im Falle einer Überzahlungen aufgerechnet und ggf. zurückgefordert).


    GEMA

    Die GEMA hat ein bis zu 40 Mio. Euro starkes Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder beschlossen: Die GEMA wird in einem zweistufigen Programm finanzielle Hilfen in einer Gesamthöhe von rund 40 Mio. Euro bereitstellen. Der "Schutzschirm LIVE" richtet sich vorrangig an Komponisten und Textdichter, die zugleich als Performer auftreten und aufgrund flächendeckender Veranstaltungsabsagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der "Corona-Hilfsfonds" stellt finanzielle Übergangshilfen für individuelle Härtefälle im Rahmen der sozialen und kulturellen Förderung bereit. Die bevorstehenden Ausschüttungen zum 1. April und 1. Juni sind gesichert. Weitere Informationen zum Antragsverfahren folgen.

    Soweit es der GEMA möglich ist, wird sie ihre Kunden bei der Lizenzierung von Musikveranstaltungen pragmatisch und flexibel unterstützen.

    Weitere Informationen

    Für Lizenznehmer ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen. Kein Lizenznehmer soll für den Zeitraum der Schließung mit GEMA-Gebühren belastet werden. Diese Maßnahme gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020.

    Weitere Informationen

    Zudem bittet die GEMA alle Veranstalter*innen und Musiknutzer*innen um rechtzeitige Mitteilung von Veranstaltungsausfällen sowie Terminverschiebungen von Konzerten und Veranstaltungen, auf die sie schnell und flexibel reagiert. Bitte wenden Sie sich hierzu per E-Mail an absagecorona@gema.de (Betreff: Veranstaltungsausfall Corona).

    Weitere Informationen


    Künstlersozialkasse

    Für Versicherte:

    Lässt sich die Schätzung des gemeldeten voraussichtlichen Jahresarbeitseinkommens im laufenden Jahr nicht verwirklichen, weil zum Beispiel Aufträge storniert werden, besteht jederzeit die Möglichkeit, der KSK die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden auf Antrag den geänderten Verhältnissen angepasst. Den Antrag finden Sie auf der KSK-Website unter diesem Link (unter "Vordrucke und Formulare").

    Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Hierzu folgen laut KSK in Kürze weitere Informationen.

    Bei der Deutschen Orchester-Stiftung können einmalig 500 Euro Nothilfe von freiberuflichen Musiker*innen, die Mitglied in der Künstlersozialkasse sind, beantragt werden. Der entstandene Ausfall durch die Corona-Pandemie muss dokumentiert werden. Die Deutsche Orchester-Stiftung bittet zugleich um Spenden, damit diese Hilfe geleistet werden kann. Weitere Informationen.

    Für abgabepflichtige Unternehmen, die voraussichtlich geringere Umsätze mit künstlerischen/publizistischen Leistungen erzielen, als dies im Vorjahr der Fall war:

    Herabsetzung der monatlichen Vorauszahlungen: Die monatlichen Vorauszahlungen können auf Antrag reduziert werden, wenn die abgabepflichtigen Entgelte voraussichtlich deutlich geringer als im Vorjahr ausfallen.

    Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten können individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Hierzu folgen laut KSK in Kürze weitere Informationen.


    Quarantäne

    Wer in Quarantäne gesetzt wird, dem stehen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) Entschädigungszahlungen zu. Folgende Ansprüche können je nach Einzelfall entstehen:

    Wer in Quarantäne gesetzt wird, erhält Entschädigung für einen Verdienstausfall (§ 56 Abs. 1 IfSG).

    Bei einer Existenzgefährdung können Mehraufwendungen bei der zuständigen Behörde beantragt werden (§ 56 Abs. 4 IfSG).

    Selbstständige, die nicht gesetzlich kranken-, renten- und pflegeversichert sind, haben Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen für soziale Sicherung in angemessenem Umfang (§ 58 IfSG).

    Ansprechpartner sind die Landesdirektionen der Bundesländer.


    Grundsicherung für Selbstständige

    Selbstständige mit unzureichendem Einkommen können bei der Bundesagentur für Arbeit Grundsicherung beantragen, anders als beim Arbeitslosengeld II gilt dabei keine Obergrenze für geleistete Arbeitsstunden. Die Bundesagentur für Arbeit will unbürokratisch Anträge z.B. auch per Telefon entgegen nehmen.

    Informationen dazu sammelt auch Ver.di

    Weitere Informationen


    Insolvenzantragspflicht ausgesetzt

    Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll daher durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden.

    Weitere Informationen


    Beratung bei Schaffung von Homeoffice-Lösungen

    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Allerdings werden nur bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein autorisiertes Beratungsunternehmen über das Förderprogramm „go-digital“ erstattet.

    Weitere Informationen

    *** Aufzählung wird laufend ergänzt ***

  • 3. Landesspezifische Hilfsmaßnahmen

    Baden-Württemberg

    Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt. Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben. Sie werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Eine Antragstellung ist ab Mittwoch möglich.

    Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

    • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
    • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

    Weitere Informationen

    Für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus steht die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG) bis auf Weiteres Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 16 Uhr Kreativen unter der folgenden Telefonnummer zu Verfügung: 0711 / 90715-346

    Die L-Bank, die Staatsbank von Baden-Württemberg, stellt sowohl für Investitionen als auch für Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen den Südwest-Unternehmen ausreichend Liquidität zur Verfügung. Unternehmen, die sich über die bereitstehenden Hilfsangebote informieren wollen, können sich telefonisch oder per E-Mail an die Hotline der L-Bank-Wirtschaftsförderung wenden: 0711 / 122-2345

    Weitere Informationen

    Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH bietet eine Hotline für Kultur- und Kreativschaffende an unter folgender Telefonnummer: 0711 / 22835-0 (9 bis 17 Uhr)

    Weitere Informationen


    Bayern

    Der Freistaat Bayern stellt bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. Oberstes Ziel ist die Sicherung der Liquidität – auch der Kultur- und Kreativschaffenden. Folgende Maßnahmen sind bereits verfügbar oder in Planung:

    "Soforthilfe Corona" des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: schnelle und unbürokratische Hilfe für kleine Betriebe (bis zu 250 Mitarbeiter*innen) aus stark betroffenen Branchen, nach Betriebsgröße gestaffelt, bis zu 30.000 Euro, richtet sind ausdrücklich auch an die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen. Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiter*innen können bis zu 5.000 Euro erhalten. Der Antrag muss bei den Bezirksregierungen beziehungsweise der Stadtverwaltung München eingereicht werden. – Weitere Informationen

    Die LfA Förderbank Bayern bietet verschiedene Überbrückungshilfen, beispielsweise Darlehen und Bürgschaftsprogramme. Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität. Die LfA-Förderberatung ist unter folgender Rufnummer zu erreichen: 089 / 21 24 – 10 00 – Weitere Informationen

    Das Bayrische Wirtschaftsministerium hat eine eigene Corona-Hotline für Unternehmen eingerichtet: E-Mail unter coronavirus-info[at]stmwi.bayern.de und telefonisch unter 089 / 2162-2101 (Mo.–Do.: 07:30 – 17:00 Uhr, Fr.: 07:30 – 16:00 Uhr)


    Berlin

    Am 19. März hat der Berliner Senat Soforthilfemaßnahmen für Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige sowie für Freiberufler beschlossen. Die "Soforthilfe II" sieht ein Landesprogramm in Höhe von 100 Mio. Euro für das laufende Jahr vor. Die Soforthilfe II wendet sich an die besonders hart von der Corona-Krise getroffenen Klein- und Kleinstunternehmen mit maximal fünf Beschäftigten sowie Freiberufler und Solo-Selbstständige unter anderem aus der Kreativwirtschaft. Dafür muss im Einzelfall nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden, dass ein Zuschuss für die Sicherung der beruflichen bzw. betrieblichen Existenz in der Corona-Krise erforderlich ist. Die Mittel sind als Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Inanspruchnahme anderer Ansprüche (Grundsicherung, Kurzarbeitergeld etc.) gedacht. Die Höhe des Zuschusses wird auf 5.000 Euro begrenzt. Er kann gegebenenfalls mehrmals beantragt werden, erneut nach sechs Monaten für Einzelpersonen sowie nach drei Monate für Mehrpersonenbetriebe.

    Der Senat bittet aktuell, noch keine Förderanträge zu schicken. Informationen zu den Förderbedingungen, zu den Antragsformularen und zum Verfahren werden zeitnah auf der Website der Investitionsbank Berlin veröffentlicht.

    Weitere Informationen

    Informationen für Künstler*innen und Selbstständige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft von Kulturprojekte Berlin


    Brandenburg

    Brandenburgs Landesregierung hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, das sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler*innen richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind. Das Soforthilfeprogramm besteht aus zwei Teilen: Zum einen sollen notleidende Unternehmen unbürokratisch und kurzfristig zwischen 9.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung erhalten können. Diese Soforthilfen sollen nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

    Die Unterstützung aus dem neuen Soforthilfeprogramm wird gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

    bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000,- Euro,

    bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000,- Euro,

    bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000,- Euro,

    bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000,- Euro.

    Das Soforthilfeprogramm startete am Mittwoch, den 25. März 2020. Informationen und den Antrag finden Sie auf der Website der Investitionsbank ILB.

    Weitere Informationen


    Bremen

    Um die Betroffenen in der Corona-Krise zu unterstützen, hat das Land Bremen in der Task-Force bei der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven – eine zentrale Anlaufstelle für alle eingerichtet, die durch das Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Das Expertenteam der Task Force der BAB hilft Ihnen, gemeinsam mit den Hausbanken die Finanzierung zu stemmen.

    Weitere Informationen

    Kleinstunternehmen und Selbstständige mit einem Liquiditätsbedarf von unter 50.000 Euro, die von der jeweiligen Hausbank nicht finanziert werden, können sich direkt an die Task Forcedes Landes Bremen wenden. Des Weiteren können akut betroffene Unternehmen Soforthilfen von bis zu 5.000 Euro im vereinfachten Verfahren und bei besonderem Bedarf bis 20.000 Euro als Zuschussförderung erhalten. Anträge können dazu seit Dienstag, 24. März 2020 eingereicht werden.

    Weitere Informationen


    Hamburg

    Am 20. März 2020 hat der Senat seine Eckpunkte für eine "Hamburger Corona Soforthilfe" für kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler*innen bekannt gegeben. Je nach Anzahl der Mitarbeiter*innen können Zuschüsse zwischen 5.000 und 25.000 Euro beantragt werden. Das Antrags-, Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren startet nach dem Beschluss des Notfallfonds des Bundes durch das Bundeskabinett voraussichtlich in der kommenden Woche.

    Weitere Informationen

    Über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) werden verschiedene darlehensbasierte Förderprogramme für Unternehmensfinanzierungen angeboten. Einige Förderungen können auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Coronavirus entstehen. Für kleine und mittlere Unternehmen stehen hier z.B. die Förderprogramme "Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge" und "Hamburg-Kredit Wachstum" zur Verfügung. Zudem bietet die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg in Zusammenarbeit mit dem FHH Bürgschaften an.

    Weitere Informationen

    Die Hamburg Kreativ Gesellschaft bietet eine Hotline für Kultur- und Kreativschaffende an unter folgender Telefonnummer: 040 / 879 7986-28 (Dienstag bis Donnerstag 14 bis 17 Uhr, Freitag 10 bis 13 Uhr)

    Weitere Informationen

    Die Firmenhilfe ist die Hamburger Hotline zur Unterstützung von Selbstständigen (Freiberufler*innen, Solo-ständige und Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiter*innen). Sie berät kostenlos in Notsituationen unter folgender Telefonnummer: 040 / 43216949. Darüber hinaus gibt es einen Podcast "Krisen Cockpit" mit Tipps für Selbstständige rund um die Corona-Krise.

    Weitere Informationen

    RockCity Hamburg e.V. bietet eine Erste Hilfe-Hotline "CORONAPHONE" für Musiker*innen, Musikschaffende und RockCity-Mitglieder an unter der Telefonnummer: 040 / 317 16 58

    Unternehmen und Institutionen, die gewerbliche Mieter in städtischen Immobilien sind und von den aktuellen Corona-Allgemeinverfügungen belastet werden, können ihre Miete auf Antrag bei ihrem jeweiligen Vermieter vorerst bis zu drei Monate zinslos gestundet bekommen.

    Weitere Informationen


    Hessen

    Hessen bietet derzeit keine spezifischen Programme für die Kreativwirtschaft an.

    Möglicherweise könnten einige Förderungen interessant sein, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln unterstützen sollen. Einige können zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Coronavirus entstehen. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) bietet diverse Förderkredite an. Darunter sind auch Kredite aus dem Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK). Kleine Unternehmen und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeiter*innen und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten. Darüber hinaus können KMU mit bis zu 250 Mitarbeiter*innen und 50 Mio. Euro Umsatz aus dem Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Bürgschaften bis 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent bietet die Bürgschaftsbank Hessen an.

    Weitere Informationen


    Mecklenburg-Vorpommern

    Die Landesregierung M-V hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden sollen. Das Paket soll Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe einschließlich Kulturschaffende im Land in Form von Zuschüssen zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses unterstützen und Arbeitsplätze sichern. Das Antragsformular findet sich auf der Website des Landesförderinstituts M-V (LFI).

    Weitere Informationen

    Das Wirtschaftsministerium unterstützt Betriebe mit wirtschaftlichen Problemen infolge der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Hotline. Die Nummer ist Montag-Freitag zwischen 8 und 20 Uhr unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0385 / 588 5588.


    Niedersachsen

    Das Land Niedersachsen bietet zwei Förderprogramme an. Diese sind seit Mittwoch, den 25. März 2020, ab 15 Uhr, bei der NBank beantragbar.

    Bei der "Niedersachsen-Soforthilfe Corona" handelt es sich um einen Zuschuss des Landes für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten. Es wird ein Liquiditätszuschuss gestaffelt nach der Anzahl der Betriebsangehörigen bis zu 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

    Der "Niedersachsen-Liquiditätskredit" ist ein Kredit zur Liquiditätshilfe, der im ersten Schritt kleinen und mittleren Unternehmen einen Kreditbetrag bis 50.000 Euro zur Verfügung stellen kann. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen.
    Weitere Informationen

    Zu Fragen zu weiteren Themen rund um die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft hat das Niedersächsische Wirtschaftsministerium eine Hotline unter folgender Telefonnummer eingerichtet: 0511 / 120 5757 (8 bis 20 Uhr)


    Nordrhein-Westfalen

    Das Land bietet eine Soforthilfe für Freischaffende und professionelle Künstler*innen an, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Diese können eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars (siehe Downloadbereich) bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden. Die Mittel müssen später nicht zurückgezahlt werden.

    Weitere Informationen beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Den Antrag für die Soforthilfe finden Sie unter diesem Link.

    Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) vergeben werden. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft. Kleine Unternehmen und Existenzgründer*innen haben die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen.

    Weitere Informationen bei Creative NRW


    Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfalz bietet derzeit keine spezifischen Programme für die Kreativwirtschaft an.
    Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte und Bürgschaften der Infrastrukturbank und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Das Land unterstützt Unternehmen mit Bürgschaften in Höhe von 80 Prozent. Die Bürgschaftsobergrenze wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt.

    Weitere Informationen

    Der Liquiditätsbedarf der Unternehmen kann darüber hinaus über Programmdarlehen und bei laufenden Finanzierungen über Tilgungsaussetzungen abgedeckt werden. Die ISB berät Unternehmen telefonisch unter 06131 / 6172-1333 oder per E-Mail unter beratung@isb.rlp.de.

    Die Stabsstelle Unternehmenshilfe im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Branchen. Die Stabsstelle ist erreichbar per E-Mail unternehmenshilfe-corona[at]mwvlw.rlp.de oder unter der zentralen Telefonnummer 06131 / 16-5110.

    Weitere Informationen


    Saarland

    Im Rahmen der "Kleinunternehmer-Soforthilfe" können Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer*innen mit nicht mehr als zehn Mitarbeiter*innen einen Zuschuss bei der Landesregierung des Saarlandes beantragen. Diese können zwischen 3.000 und 10.000 Euro liegen.

    Weitere Informationen

    Das Saarländische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat eine Hotline für alle Fragen eingerichtet unter der Telefonnummer: 0681 / 501-4433 Es wird darum gebeten, konkrete Anliegen via E-Mail an corona@wirtschaft.saarland.de zu schicken.

    Weitere Informationen


    Sachsen

    Mit diesem Soforthilfe-Darlehen "Sachsen hilft sofort" werden Einzelunternehmer*innen (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer*innen und Freiberufler*innen unterstützt, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Die Antragsstellung kann seit Montag, 23. März 2020, bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank (SAB) erfolgen. Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an die Kultur- und Kreativwirtschaft. Der Jahresumsatz der Zuwendungsempfänger darf 1 Mio. Euro nicht übersteigen. Die Zuwendung wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen von mindestens 5.000 Euro und höchstens 50.000 Euro gewährt. Die Beantragung und Ausreichung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB).

    Weitere Informationen

    Die Hauptstadt Dresden plant derzeit eine Soforthilfe zur Unterstützung von Kleinstunternehmen, Selbstständigen und Freiberufler*innen. Hier sollen kurzfristig und ohne Rückzahlung Zuschüsse von 1.000 Euro ausgezahlt werden.

    Zur Pressemitteilung


    Sachsen-Anhalt

    Im Rahmen eines Soforthilfeprogramms können selbstständige Künstler*innen aus den Sparten Musik, Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Literatur eine Soforthilfe in Höhe von 400 Euro beantragen. Die Soforthilfe ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

    Weitere Informationen

    Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, die von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind, hat das Wirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, um betroffene Firmen über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren. Die Hotline ist erreichbar unter folgender Telefonnummer: 0391 / 567 4750 (werktags zwischen 8.30 und 16 Uhr)

    Für kurzfristige Finanzierungslinien wie Kontokorrentausweitung oder Besicherung der (eigenen) Kreditmittel der Hausbank ist die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt der passende Partner. Aktuell beträgt das verfügbare Volumen für Bürgschaften knapp 157 Millionen Euro. Weitere rund 48,5 Millionen Euro könnten in Form von Garantien oder Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft ausgereicht werden. Mit diesen insgesamt rund 205 Millionen Euro der Bürgschaftsbank und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt lassen sich also Kredite absichern.

    Weitere Informationen hier und hier


    Schleswig-Holstein

    Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat einen "Schutzschirm" zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gespannt. Dieser besteht aus Zuschüssen aus einem Corona-Soforthilfeprogramm, einem Mittelstandssicherungsfonds, weiteren Liquiditätshilfen und Bürgschaften sowie Steuerstundungen:

    Im Rahmen des Soforthilfeprogramms können Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, die von der Corona-Krise betroffen sind, Zuschüsse beantragen. Solo-Selbstständige können 2.500 Euro beantragen, Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten 5.000 Euro sowie Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten 10.000 Euro.

    Für Gewerbetreibende und Selbstständige, die unmittelbar durch staatliche Verordnungen im Zuge der Corona-Krise in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. in einen Liquiditätsengpass geraten sind, werden in einem Mittelstandssicherungsfonds zunächst 300 Millionen Euro bereitgestellt. Aus diesem Fonds können rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 750.000 Euro gewährt werden.

    Weitere Informationen


    Thüringen

    Am 24. März startete das "Corona-Soforthilfeprogramm" für die Thüringer Wirtschaft. Das Programm richtet sich an gewerbliche Unternehmen bis zu 50 Beschäftigte einschließlich Einzelunternehmen sowie die wirtschaftsnahen freien Berufe und die Kreativwirtschaft (einschließlich Solo-Selbstständige bspw. aus technischen, pädagogischen, künstlerischen oder Marketingberufen), die durch die Corona-Krise unverschuldet in eine Notlage geraten sind. Bei der Antragstellung muss die Schadenshöhe beziffert und eine eidesstattliche Erklärung abgegeben werden. Die Fördersummen belaufen sich – je nach Beschäftigtenzahl des Unternehmens (Vollzeitbeschäftigten-Äquivalent) – auf:

    bis zu 5.000 Euro (bis 5 Beschäftigte)

    10.000 Euro (6 bis 10 Beschäftigte)

    20.000 Euro (11 bis 25 Beschäftigte)

    30.000 Euro (bis 50 Beschäftigte).

    Das Antragsformular und sämtliche Informationen dazu sind auf der zentralen Internetseite des Landes bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) abrufbar.

    Weitere Informationen

    Die Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft bietet eine Hotline für Kultur- und Kreativschaffende an unter folgenden Telefonnummern: Zentrale: 0361 / 54 675 50 Norman Schulz: 0361 / 554 675 51 Claudia Köhler: 0361 / 554 675 53 Miriam Bätz: 0361 / 554 675 54

    Weitere Informationen


    Informationen zu möglichen Förderprogrammen und Liquiditätshilfen, wie beispielsweise dem Thüringer Konsolidierungsfonds für kleine und mittlere Unternehmen, liefert die Thüringer Aufbaubank. Zudem wurde eine kostenlose Hotline für von den Auswirkungen des Coronavirus betroffene Unternehmen eingerichtet: 0800 534 56 76.

    Überbrückungskredite können auch ohne ausreichende Sicherheiten bei der Bürgschaftsbank Thüringen GmbH beantragt werden. Eine kostenlose Finanzierungsanfrage kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

    Für betroffene Unternehmen beantwortet eine Hotline unter 0800 534 56 76 Fragen zu Förderprogrammen und Liquiditätshilfen (Servicezeiten: werktags von 8.30 Uhr bis 18 Uhr, Freitag bis 15 Uhr).

    Weitere Informationen

  • 4. Zusätzliche Aktionen und Informationen vom Kulturrat

    Musiker-Nothilfefonds der Zeitschrift crescendo

    crescendo will freischaffenden Musikern, die sich in einer existenziellen Notlage befinden, kurzfristig helfen. Aus dem eingerichteten Hilfskonto können Musiker bis zu 500 Euro erhalten.'

    Weitere Informationen


    Informationen vom Kulturrat

    Der Deutsche Kulturrat fasst seit Mitte März mehrmals in der Woche die aktuellen Ereignisse, Positionen, Handreichungen und Maßnahmen in seinem Newsletter „Corona versus Kultur“ zusammen. Hier geht es zu der Übersicht:

    Corona versus Kultur

Für Fragen rund um diese Themen steht Ihnen das Team des BVMI jederzeit gerne zur Verfügung:

Fragen zu allgemeinen Steuerthemen und Finanzfragen: Romy Ihlenfeld, Leiterin Finanzen ihlenfeld[at]musikindustrie.de, Tel. 030 – 59 00 38-17

Allgemeine Rechtsfragen: Willem Müller, Justiziar mueller[at]musikindustrie.de, Tel. 030 – 59 00 38-24