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Sigrid Herrenbrück
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IFPI Global Music Report 2026

Globale Musikindustrie wächst um 6,4 Prozent, Wachstumstreiber bleibt Nutzung kostenpflichtiger Streamingdienste // KI-Innovationen und Umgang der Branche mit Streaming-Betrug werden nächste Ära der Musik prägen

 

London/Berlin, 18. März 2026 – Die weltweiten Einnahmen aus Musikverkäufen sind 2025 um 6,4 Prozent auf 31,7 Milliarden US-Dollar und damit zum elften Mal in Folge gestiegen. Die Einnahmen durch bezahltes Streaming wuchsen um 8,8 Prozent und trugen 52,4 Prozent zum globalen Marktumsatz bei. Mittlerweile nutzen weltweit 837 Millionen Menschen kostenpflichtige Streaming-Abonnements. Durch die anhaltende Vinyl-Nachfrage (+13,7 %) konnte auch das physische Geschäft insgesamt deutlich zulegen (+8,0 %). Die Zahlen entstammen dem IFPI Global Music Report 2026, den IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) heute vorgestellt hat, der Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI). Sie unterstreichen, wie Arbeit und Investitionen der Musikfirmen in Partnerschaft mit Künstlerinnen und Künstlern weltweit eine positive Marktentwicklung vorantreiben, jede Region der Welt verzeichnete auch 2025 Wachstum.  

 

Musikfirmen als Partner der Kreativen gestalten die nächste Generation von KI-Innovationen maßgeblich mit durch die Entwicklung von Musiklizenzierungsmodellen, um neue Erlösquellen für Künstler:innen zu schaffen und ein Ökosystem aufzubauen, in dem KI und menschliche Kreativität miteinander wachsen. Zugleich nimmt weltweit die Bedrohung der Branche durch Streaming-Manipulation zu. Künstlich erzeugte Abrufzahlen für manipulierte oder gefälschte Inhalte entziehen Künstler:innen und allen anderen, die in die Musikwirtschaft investieren, wichtige Einnahmen. Die Musikindustrie, die seit Jahren entschlossen dagegen vorgeht, erwartet von allen Akteuren an jeder Stelle der Streaming-Wertschöpfungskette, dies ebenfalls zu tun und proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um Betrug aufzudecken und zu verhindern.

 

Victoria Oakley, CEO der IFPI: „Großartige Musik von großartigen Künstlerinnen und Künstlern, unterstützt durch Partnerschaften und Investitionen von Musikfirmen, treibt das globale Wachstum voran – denn weltweit nutzen mehr Menschen denn je kostenpflichtige Streamingdienste, um diese Musik zu genießen. Dieses Wachstum bedeutet noch höhere finanzielle Erträge für Artists sowie Reinvestitionen in ein immer breiteres Spektrum von Musikgemeinschaften weltweit. Die Musikbranche stellt sich der Zukunft, was sich in Partnerschaften von Musikfirmen mit Entwicklern generativer KI zeigt, die die Rechte der Urheber respektieren. Es sind Partner, die daran forschen, wie Technologie genutzt werden kann, um Kreativität zu unterstützen und zu fördern, nicht um sie zu ersetzen. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf, diese Arbeit zu unterstützen, indem sie die Urheberrechtsgesetze aufrechterhalten, die das Fundament für diesen Fortschritt bilden.“

 

Oakley weiter: „Die gesamte Musikgemeinschaft muss Maßnahmen ergreifen, um den Bedrohungen für unsere Branche entgegenzutreten. Streaming-Betrug ist Diebstahl, schlicht und einfach. Die Organisationen, die über die Daten, die Größe und den Einfluss verfügen, um diese betrügerischen Aktivitäten zu verhindern – darunter Streamingdienste, Content-Aggregatoren und Vertriebe – müssen entschlossen handeln.“

 

Der Vorstandsvorsitzende des BVMI, Dr. Florian Drücke, ergänzt: „Generative KI und menschliche Schaffenskraft durch innovative Partnerschaften so zusammenzuführen, dass ein für alle gleichermaßen gedeihliches Umfeld entsteht, ist das Ziel und aktuell eine der Hauptaufgaben unserer Mitglieder. Es geht uns, wie auch in der Vergangenheit, darum, sicherzustellen, dass die Rechte der Kreativen und ihrer Partner respektiert und lizenziert werden. Gleichzeitig gehen wir als Branche gegen Dienste vor, die Musik ohne Zustimmung nutzen. Dass die Musikindustrie weltweit um 6,4 Prozent wächst, zeigt, dass sie dies sehr erfolgreich meistert! Um diese Dynamik zu erhalten, brauchen wir die Politik als verlässlichen Partner, in Deutschland und in Europa, der dafür sorgt, dass zugunsten neuer Dienste weder das Urheberrecht noch die KI-Regelungen weiter aufgeweicht werden.“

 

Drücke fährt fort: „Mit den rasanten Fortschritten im Bereich von KI wächst die Bedrohung des legalen Marktes durch Streaming-Manipulation. Hier erwarten wir von allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette, dass sie ebenso konsequent dagegen vorgehen, wie unsere Mitglieder und der BVMI selbst es seit Jahren tun.“