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IFPI-„Music in the EU 2026“-Report
Einnahmen der Musikindustrie in der EU erreichen 6,0 Milliarden Euro – Musikindustrie fordert wirksame Umsetzung der rechtlichen Maßnahmen zur Ermöglichung weiteren Wachstums in Zeiten von generativer KI
Brüssel/Berlin, 9. September 2026 – Die Einnahmen aus dem Verkauf von Musik auf CDs, Vinyl-LPs und Downloads sowie im Streamingbereich erreichten 2025 in der Europäischen Union insgesamt 6,0 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Wachstum von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht einem Anteil von etwas mehr als einem Fünftel (21,3 %) der weltweiten Einnahmen. Die EU versammelt allein neun der 20 weltweit führenden Musikmärkte, die zusammen einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Umsätze 2025 EU-weit um 293 Millionen Euro. Streaming bleibt dabei auch in der Europäischen Union der zentrale Wachstumsmotor mit einem Anteil von etwa 66 Prozent an den Brancheneinnahmen.
Diese Zahlen entstammen dem Bericht „Music in the EU 2026“, den die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), der internationale Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), heute vorgestellt hat. Daneben enthält der Bericht eine „Roadmap“ für politische Entscheidungsträger, die aufzeigt, wie aus Sicht der Musikindustrie sichergestellt werden kann, dass Europa ein weltweit führendes Umfeld für Kreativität, kulturelle Vielfalt, Investitionen und Innovation bleibt. Denn es sind in erheblichem Umfang auch die anhaltenden Investitionen der Branche in die Entdeckung, Förderung und Vermarktung neuer Talente, die zur positiven Entwicklung des europäischen Musikmarktes beitragen: Weltweit investierten Musikfirmen 2025 insgesamt 9,3 Milliarden US-Dollar (8,3 Mrd. Euro) in A&R und Marketing und halfen so auch europäischen Künstlerinnen und Künstlern, nachhaltige, langfristige Karrieren aufzubauen und ein Publikum auf der ganzen Welt zu erreichen.
Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Die EU ist als Musikmarkt grundsätzlich gut aufgestellt, wie die Zahlen zeigen: Europa ist einer der weltweit wichtigsten Musikmärkte, getragen von Künstlerinnen und Künstlern, Fans und Musikfirmen und die EU hat mit einem weltweit einzigartigen rechtlichen Rahmen eine solide Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, vor allem aber auch mit Blick auf die zunehmenden Einflüsse von generativer KI auf den Musikmarkt, bleibt es von zentraler Bedeutung, dass sich die politischen Entscheidungsträger darauf konzentrieren, dass diese Vorschriften wirksam und konsequent um- und durchgesetzt werden. Das stärkt den Lizenzmarkt und stellt sicher, dass auch Artists und ihre Partner an der Wertschöpfung rund um den Einsatz von generativer KI partizipieren können.“
„Music in the EU 2026“ stützt sich auf Daten aus dem im März dieses Jahres von IFPI veröffentlichten „Global Music Report“.
Der Report findet sich hier zum Download.
