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Streaming Integrity Initiative (SII): Internationale Initiative der Musikbranche zur gemeinsamen Bekämpfung von Streaming Fraud gestartet

London/Berlin, 14. September 2026 – IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), der internationale Dachverband des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), hat heute den Start der „Streaming Integrity Initiative“ (SII) bekannt gegeben, einer neuen Brancheninitiative zur Bekämpfung von Betrug im Streaming-Bereich und zum Schutz von Künstlerinnen und Künstlern, Songwritern und Fans vor dessen Folgen. Die SII legt eine Reihe von Mindeststandards für Branchenakteure fest, um Streaming Fraud zu verhindern, aufzudecken und darauf zu reagieren.

 

Neben IFPI unterstützen Absolute Label Services, ADA, AWAL, CDBaby, CmdShft, Ditto Music, FUGA, GoDigital, HYBE, IDOL, IMPALA, InnerCat Music Group, Merlin, Redeye, Revelator, RouteNote, Secretly Distribution, Symphonic, Sony Music Group, The Orchard, Too Lost, Universal Music Group, Virgin Music Group und Warner Music Group die Initiative.

 

Streaming Fraud bedeutet die Manipulation digitaler Musikdienste, um Einnahmen aus nicht echten Wiedergaben zu generieren. Dies geschieht oft in großem Umfang, untergräbt das Vertrauen in Streaming-Dienste und entzieht Künstler:innen, Songwritern, Plattenlabels, Musikverlagen und anderen Akteuren, die die Musikwirtschaft tragen, Einnahmen.

 

In Anerkennung der entscheidenden Rolle, die Musikvertriebsdienste als Zugangstor zum digitalen Musik-Ökosystem spielen, sowie ihrer einzigartigen Fähigkeit, zu verhindern, dass betrügerische Inhalte auf Streaming-Plattformen gelangen, legt SII durch fünf zentrale Verpflichtungen eine gemeinsame Grundlage für branchenweite Maßnahmen fest.

 

Teilnehmende Vertriebspartner verpflichten sich zu Folgendem:

 

•   die Überprüfung der Rechteinhaberschaft und der Kundenidentitäten durch zuverlässige Verfahren zur Rechteüberprüfung und zur Kundenidentifizierung (Know Your Customer, KYC);
•   die Überprüfung von Inhalten mithilfe wirksamer Tools und Verfahren, um Rechtsverletzungen, betrügerische Aktivitäten und KI-bezogene Risiken zu erkennen;
•   das Erkennen, Untersuchen und Eindämmen von Betrugsverdachtsfällen, einschließlich des Vorgehens gegen Wiederholungstäter;
•   Austausch von Informationen, soweit dies rechtlich zulässig ist, um zu verhindern, dass Kriminelle zwischen verschiedenen Diensten und Plattformen wechseln; und
•   Bewertung und kontinuierliche Stärkung von Systemen zur Betrugsbekämpfung, um neuen Bedrohungen entgegenzuwirken.

 

Diese Verpflichtungen zielen darauf ab, die Prävention zu stärken, die Aufdeckung zu verbessern, Durchsetzungsmaßnahmen zu unterstützen und die branchenweite Zusammenarbeit zu intensivieren.

 

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Streaming Fraud ist ein zentrales Problem für die gesamte Musikwirtschaft und bekanntermaßen eine zentrale Priorität des BVMI: Manipulation und Betrug im Streamingbereich verzerren den Wettbewerb und entziehen Künstlerinnen und Künstlern sowie ihren Partnern Einnahmen und untergraben das Vertrauen in das Streaming-Ökosystem. Da Streaming-Plattformen globale Akteure sind, muss dieses Problem auch auf globaler Ebene entschlossen angegangen werden, um die betrügerischen Aktivitäten erfolgreich einzudämmen. Die Streaming Integrity Initiative setzt genau hier an: Gemeinsame Mindeststandards, wirksame Prävention und Erkennung sowie der Austausch von Informationen sind wichtige Voraussetzungen, um Betrug wirksam einzudämmen. Es ist wichtig, dass alle beteiligten Akteure über Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg hier gemeinsam Verantwortung übernehmen.“  

 

Die neue Initiative knüpft an die umfassendere Kampagne „End Streaming Fraud“ an, die von IFPI und führenden Musikunternehmen ins Leben gerufen wurde, um das Bewusstsein für die wachsende Bedrohung zu schärfen, die Streaming-Betrug für das gesamte Musik-Ökosystem darstellt.